.....Sie wünschen sich ein Kind, doch ohne Erfolg

Mit diesem Problem stehen Sie nicht alleine da. Bei 10-15% aller Ehen geht der Wunsch nach einem Kind leider nicht sofort in Erfüllung. Obwohl die Partner schon seit einiger Zeit ohne Verhütungsmittel miteinander schlafen, will sich der Erfolg einfach nicht einstellen.

Die Ursache für die Kinderlosigkeit liegt häufig als man früher angenommen hat beim Mann. In 40% aller Fälle liegt es am Mann, in 40% bei der Frau und in den restlichen 20% liegt es an beiden, oder die Ursache kann nicht geklärt werden.



.....Was kommt beim Urologen auf sie zu ?

Für Männer ist der Weg zum Urologen immer noch ungewohnt. Frauen, die sich ohnehin regelmäßig vom Frauenarzt untersuchen lassen, fällt es daher leichter, speziell wegen der bestehenden Kinderlosigkeit einen Arzt aufzusuchen. Damit Sie also nicht ganz unvorbereitet zum Facharzt gehen, möchten wir ihnen einige Hilfestellungen geben, um Ihnen den Weg ein wenig leichter zu machen.



.....Was tut der Arzt meist bei der körperlichen Untersuchung ?

  • Er tastet die Hoden ab, um eventuelle Veränderungen festzustellen.
  • Er misst die Größe der Hoden
  • Er sieht sich den Haarwuchs (z.B. Brust, Schamhaar, usw.) an, denn eine Unregelmäßigkeit kann auf eine Störung im Hormonhaushalt hindeuten.


.....Was tut der Arzt außer der körperlichen Untersuchung noch ?

Wenn der Arzt die körperlichen Untersuchungen abgeschlossen hat, wird er Sie bitten, eine Samenprobe abzugeben. Sollte mit dem Samen etwas nicht in Ordnung sein, kann der Arzt das herausfinden. Er wird Ihnen vermutlich raten, 4-5 Tage vor der Samenprobe nicht mit ihrer Partnerin zu schlafen oder zu masturbieren. Haben Sie doch in dieser Zeit einen Samenerguss gehabt, besteht die Gefahr, daß bei der Untersuchung Samenmangel festgestellt wird, weil Ihre Hoden einfach noch nicht aufgefüllt sind. Der Samen muss frisch sein, deshalb ist es am besten, wenn Sie gleich in der Praxis in ein Auffanggefäß masturbieren. Sicher ist es nicht leicht, das auf Kommando zu tun, und gelegentlich klappt es auch einfach nicht. Keine Sorge, nehmen sie sich ruhig Zeit. Und wenn es Ihnen heute nicht gelingt, dann eben morgen. Übrigens können Sie Ihren Samen auch zu Hause gewinnen, wenn Sie in der Nähe der Praxis wohnen. Doch eine Samenprobe braucht der Arzt unbedingt- aber eigentlich ist das ein kleines Übel, wenn Sie bedenken, daß er Ihnen mit einer auf dem Befund basierenden Therapie vielleicht zu Ihrem Wunschkind verhelfen kann.


.....Sie brauchen ein wenig Geduld

Urologische Untersuchungen können einige Zeit dauern, wenn die Ursache einer Störung nicht sofort zu erkennen ist. Die Zusammensetzung des Samens kann erheblich schwanken (z.B. aufgrund von Stress, Erkältung, usw.). Daher ist eine zweite Samenuntersuchung nach einigen Wochen nochmals erforderlich. Manchmal sind auch weitere Untersuchungen (z.B. Blutentnahme zwecks Hormonbestimmung) notwendig. Die verschiedenen Untersuchungen an Ihrer Frau dauern auch einige Zeit. Seien Sie also bitte nicht ungeduldig.



.....Wie entsteht ein Kind ?


Sowohl beim Mann wie bei der Frau wird die Fortpflanzung über Hormone gesteuert. Diese Regelung erfolgt durch eine kleine Hormondrüse an der Unterseite des Gehirns, die Hypophyse.



.....Spermienbildung und –reifung



Die männlichen Geschlechtsorgane sind in der Lage, von der Pubertät bis ins hohe Alter ständig Spermien (Samenzellen) zu erzeugen, wobei die Produktion mit zunehmendem Alter allerdings nachlässt. Der gesamte Prozess von der Bildung über die Reifung bis zur fertigen Samenzelle dauert ungefähr drei Monate. Ausgelöst wird die Produktion der Spermien durch die schon erwähnten Hormone der Hypophyse im Zusammenwirken mit den männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen. Diese werden in den Zellen des Hodens gebildet. Die fertige Samenzelle macht im Nebenhoden einen Reifungsprozess durch. Beim Höhepunkt der geschlechtlichen Erregung (Orgasmus) werden die Spermien durch die beiden Samenleiter schnell in den hinteren Teil der Harnröhre geführt und dort mit dem Sekret der Vorsteherdrüse (Prostata) vermischt. Dieses Sekret verhilft den Spermien zur Beweglichkeit. Das ist nötig, damit sie zum Ei gelangen können. Außerdem wird dem Samen noch eine Lösung aus den Samenblasen beigemischt. Diese Lösung liefert den Spermien die notwendige Energie und hält sie länger lebensfähig. Die so zusammengesetzte Samenflüssigkeit wird durch starke Muskelkontraktionen durch die Harnröhre ausgestoßen.


Männliche Geschlechtsorgane:
  1. Harnblase
  2. Samenleiter
  3. Bläschendrüse
  4. Vorsteherdrüse
  5. Schwellkörper
  6. Nebenhoden
  7. Hoden
  8. Harn-Samen-Röhre
  9. Eichel


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